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3D Technologies Ltd., Warwick, UK (WiSe 2017/18)

01. Das Praxisunternehmen

Das Projektstudium habe ich in einem in England ansässigen, kleinen Technologieunternehmen abgeleistet. So lautet auch der Name des britischen Start-Ups 3D TECHNOLOGIES LTD. Bei dem Start-up, dass 2016 gegründet wurde, handelt es sich um ein achtköpfiges Team. Das Team besteht aus älteren Fachkräften, dass sich mit akademischer Expertise im Technological Engineering und jahrzehntelanger Erfahrungen in der Sparte auf die Entwicklung innovativer Handheld-Messprodukte spezialisiert hat, die besondere Bewegungssensoren nutzen, um unzählige geometrische Größen anhand kurzer, physischer Bewegung schnell, einfach und präzise zu vermessen. D.h. eine digitale Messtechnik, die zur Ermittlung der Messung 4 Sekunden mit der Hand von Messpunkt A nach B bewegt wird.

Noch im ersten Monat meines Projektstudiums hat sich das Unternehmen mit dem weltweiten Verkauf einer intelligenten Mess-App befasst, die den Namen Moasure® trägt. Ein Zusammenschluss aus Motion und Measuring – die Bewegungsmessung. Denn die App nutzt verbaute Bewegungssensoren im Smartphone, um einfache geläufige Längenmessungen durchzuführen.

Meine Tätigkeiten haben sich mit der wesentlichen Unterstützung der internationalen App-Verkäufe für zahlreiche Smartphones mit Android oder iOS-Betriebssystemen befasst. Ab Januar 2018 haben wir jedoch ein gigantisches Kickstarter-Kampagnenprojekt begonnen, in der die weitaus innovative und zu der Zeit weltweit noch unbekannte Produktart im Vordergrund gestanden hat. Eine kurze Zusammenfassung: Es hat sich um die Entwicklungs- und Vermarktungsphase des neuartigen Messgadgets Moasure® ONE™ gedreht, das alles messen soll, was Einem lieb ist. Es verbindet ein Maßband, ein Lasermessgerät, einen Winkelmesser und 24 weitere, einschließlich zuvor unmögliche, komplexere Messberechnungen in einem Gehäuse in der Größe eines echten Maßbandes, das mit wenigen Handbewegungen genutzt werden kann.

In meiner Rolle als International Marketing & Sales Coordinator with Social & Digital Media habe ich mich mit der internationalen Vermarktung und der Kampagne dieses Neuproduktes auseinandergesetzt, das schließlich auch zum Gegenstand meiner umfangreichen Thesis geworden ist. Hierfür habe ich ein Prototyp erhalten und die Ergebnisse mit Ratschlägen vor Markteintritt präsentiert.

02. Meine Zeit im Unternehmen

Zum Praktikum kann ich nur sagen, dass ich jeden Moment meines Aufenthalts in Großbritannien sehr genossen habe. Die Zeit ist für mich einfach unvergesslich geworden und immer noch von hohem Wert, da mich die Erlebnisse komplett verändert haben – genau das, was ich gebraucht habe. Schließlich habe ich während meiner Zeit in England einmalige, sehr bereichernde Erfahrungen im Bereich des International Marketing & Sales und darüber hinaus seltene, wertvolle Einblicke in alle Geschäftsprozesse des internationalen Technologieunternehmens gesammelt. Nebst vielseitiger Tätigkeiten und interessanter Herausforderungen in meiner Position und der hohen Verantwortung, die mir übertragen worden ist, habe ich die einzigartige Möglichkeit wahrgenommen, meine eigenen Ideen und meine Kreativität einzubringen, umzusetzen und somit signifikant zu mehreren Erfolgen beizutragen. Vor Allem hat meine einflussreiche Involvierung im Kickstarter-Kampagnenprojekt einen entscheidenden Beitrag zu dessen Erfolg geleistet, nachdem wir mehr als das Siebenfache der erwarteten Crowdfunding-Summe erzielt haben. Dadurch habe ich mein Potenzial völlig ausgeschöpft und meine Stärken entfaltet. All dies und meine hohe Verantwortung für die Verwaltung aller Vertriebskanäle und des Budgets, die ich bereits nach kurzer Zeit hatte, und das mir damit entgegengebrachte schnelle Vertrauen und die hohe Zuversicht, haben bewirkt, dass ich mich jeden Morgen hochmotiviert mit voller Energie und Freude auf dem Weg zur Arbeit begeben habe und mich gegen Feierabend sogar nicht allzu selten dafür entschieden habe, noch etwas länger durchzuarbeiten.

Das hätte ich mir nie gedacht, aber es war wie in einem Traum! Denn ich habe viel Spaß an der Arbeit und allen Aufgaben gehabt, die ich mit viel Elan und großer Begeisterung, aber auch mit großer Neugier gemeistert habe. Schließlich habe ich die Sales im ersten Monat verdoppelt, später vervierfacht und weitere großartige Errungenschaften erlebt. Dadurch habe ich mich selbst entdeckt.

Meine Zeit im Start-up und die Teilnahme an der großartigen Kampagne des Moasure® ONE™ hat sich sogar so angefühlt, als hätte ich in der Garage mit Steve Jobs an dem neuartigsten, revolutionären Produkt gesessen und zum Erfolg des allerersten ‚Macintosh‘ beigetragen. Ich sehe hierzu eine wertvolle Parallele.

Zudem sind meine Arbeitskollegen, u. A. der CEO und CTO sehr hilfreich, kompetent und kooperativ gewesen. Ich habe zu ihnen ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut. Sie haben mich stets mit hilfreichen Tipps und professionellen Ratschlägen bei komplexen Sachverhalten angeleitet. Meine positiven Hoffnungen und Erwartungen, auf eine spannende Teamarbeit und eine familiäre Arbeitsatmosphäre zu treffen, haben sich somit mehr als ich es erwartet hätte bestätigt. Wir haben uns durchweg immer sehr gut verstanden, Aktivitäten wie Ausflüge nach London und gemeinsame Wochenendreisen unternommen. Wir werden auch zukünftig in Kontakt bleiben!

Die Zeit ist leider sehr schnell vergangen, aber es ist mit Sicherheit eines der besten Abenteuer und zu meinem besonderen Lebensabschnitt geworden, die mich bis heute noch stark prägt und es hätte nicht besser werden können. Es gibt kein Wort, das dieses einzigartige Gefühl beschreibt. Das wertschätze ich sehr und wünsche mir, dass andere Studierende das Gleiche erleben.

03. Erster Eindruck und britischer Lebensstil

Die Ankunft in England macht sich nicht nur an der spiegelverkehrten Fahrbahnrichtung, dem Fahrersitz, den Roundabout’s anstelle der Verkehrsampeln oder dem allgegenwärtigen britischen Akzent bemerkbar, aber auch an den vielen, niedlich winzigen und eklatanten Einzelhäusern, die ich als ‚Hobbit-Hütten‘ aus Lord of the Rings getauft habe, weil sie die Hälfte von einer deutschen Wohnung sind.

Straßen sind beachtlich schmal zu Gassen bebautet, so dass dem Busfahrer das Abbiegen erst durch mehrfaches Vor- und Rückwärtsfahren gelingt. Gerade zur Stoßzeit am frühen Morgen, in der sich innerhalb von Sekunden auf allen Seiten eine Fahrzeugkolonne ungeduldiger Fahrer bildet, die mit dem sofortigen Anhupen nicht zögern, wird man dann sogar augenblicklicher Zeuge des überstressten Busfahrers, der ex abrupto mit Hals über Kopf ohne langes Zögern, schlagartig und sehr geschwind über alle Fußgängerwege hinweg manövriert und durch den knallharten Übergangsstoß der Reifen auf die nicht allzu niedrige Bordsteinkante findet man alle Passagiere einschließlich sich selbst mit einem unkontrollierten Kurzsprung in die Lüfte gleitend wieder. Bei meiner ersten Teilnahme am Aufprall und dem Moment des gemeinschaftlichen Abhebens habe ich äußerst überrascht, geschockt und verwirrt reagiert, aber überwiegend aufgrund der total unerwarteten, leeren und leblosen Reaktion der Beifahrer, für die es zum gewohnten Alltag gehört. Für die tägliche Dosis habe mir daher immer den Sitzplatz am mittleren Fenster geschnappt, um das einzigartige Geschehen zu beobachten. Ab der dritten Woche habe ich dann genau dasselbe, regungslose, starre und nicht erstaunte Gesicht gegeben. Über eine minimale Erweiterung der Straßenbreite könnte dieses Malheur aufhören. Bei meiner Rückkehr nach Hamburg sind mir alle Straßen gewaltig breit erschienen. Heute verstehe ich, warum Fremde „The German Autobahn“ sagen.

England bzw. das britische Volk habe ich somit auch von ihrer Neigung zur Sparsamkeit und Reduktion aller möglichen Dinge mit Beschränkung bis auf die grundlegendsten, unentbehrlichen Standards erlebt. Diese Logik habe ich ebenfalls hinter der Bauweise ihrer Häuser beobachten können, die der Konzeptionsstrategie für Wohnwagen ähnelt, die gerade noch so viel Raum anbieten, so dass alle essenziellen Objekte integriert werden können. Es ist üblich, dass ein Zimmer ein Doppelbett, einen Schrank und Arbeitstisch aufnimmt und dennoch ein Durchgang dazwischen existiert. Für die maximale Geräumigkeit werden die schmalsten, europäischen Innenwände verwendet. Durch die Gips-Masse sind sie hinzu noch hohl und Geräusche durchlässig. Nicht selten ist es für mich unausweichlich gewesen, meinem portugiesischen Nachbarn vom Zimmer nebenan mit seiner Freundin beim Schmusen zuzuhören. Ich habe nicht angeklopft, weil ich ungern als regelmäßiger Störenfried wahrgenommen werden wollte – unbedingt Kopfhörer mitbringen! Es ist ebenfalls ein Bestandteil des einmaligen Erlebnisses gewesen.

Ein weiterer Bestandteil sind die Menschen gewesen, die ich als liebevolle, nette Wesen kennengelernt habe, die Fremden sehr gerne helfen. Während meines gesamten Aufenthaltes habe ich weder ein abweisendes, behelligendes Verhalten noch irgendeine Kaltherzigkeit in der kommunalen Einstellung wahrgenommen. Das hat mich sehr erstaunt, da ich hier oder da und sonst wo normalerweise immer einen finde, der einem unverschämt rücksichtlos, unausstehlich dreist, perfide, spöttisch oder unsentimental mit eiserner Miene entgegenkommt. In ihrem Charakteristikum stechen die Engländer mit ihrer ausgeprägten Höflichkeit, Aufgeschlossenheit und vorrangig der Bescheidenheit sehr hervor. Dieses Mindset hat es mir ermöglicht, in Kürze auf neue Leute zu treffen, ob auf der Straße, in der Bank oder an der Kasse eines Geschäfts. Man begrüßt sich, als kenne man sich schon seit der Kindheit. Erstdialoge sind von voller positiver Energie und heiterer Laune gefüllt gewesen. Diese freundschaftliche Nähe hat auch zu meinem rapiden Einleben beigetragen.

04. Unterkunft, Ausstattung & Co.

Um die Suche nach einer geeigneten Unterkunft habe ich mich glücklicherweise nicht kümmern müssen, da mein Arbeitgeber diesen gestellt und bezahlt hat.

Bei meiner, idealen Unterkunft hat es sich dabei um eine vierköpfige Wohngemeinschaft in einem sehr gepflegten, tier- und raucherfreien Haus gehandelt, das aus zwei Stockwerken mit jeweils einer eigenen WC-Einrichtung besteht. Hier eine Kurzeinsicht um die Beschaffenheit meiner WG-Unterkunft:

Im EG befindet sich neben einem Schlafzimmer und WC die gemeinsame, große und komplett möblierte Küche (Esstisch, 2 Kühlschränke für à 2 Nutzer, 2 Küchenvorratsschränke pro Person, eigene Geschirrablagefläche, etc.) und eine Waschmaschinenecke. Eine dazwischenliegende Hintertür führt zum umzäunten, großen, privaten Gartenbereich, von der ich aus manchmal meine Drohne gestartet habe. Gerade die große Küche haben wir in koordinierter Abwechslung einzeln besetzt, so dass man es oftmals nur für sich gehabt hat.

Unter Einschluss des zweiten Zimmers mit integriertem Baderaum liegt im ersten Stockwerk das Gemeinschaftszimmer, das durch ein aufklappbares, modernes Sofa auch als Gästezimmer prima fungiert. Im zweiten Stockwerk sind zwei Schlafzimmer und eine WC. Somit hat diese WG-Wohnung viel anzubieten.

Unter meinen etwa 10 Jahre älteren Mitbewohnern (drei Männer, eine Frau) sind zwei nette Franzosen, die das EG und die erste Etage bewohnt haben, und ein Portugiese, mit dem ich die oberste Etage und das WC geteilt habe, gewesen. Mein ehemaliges Zimmer ist mit einem fantastischen Ausblick nach draußen verbunden. Ganz oben das Zimmer genutzt zu haben, hat mich u. A. besonders fühlen lassen, als ob die obige Position eine hierarchische Bedeutung innehätte. Jedes Zimmer ist standardgemäß durch ein Doppeltbett mit Nachttisch, einem Arbeitstisch plus Chef-Sessel und einem Kleiderschrank inkl. Kleiderbügeln ausgestattet – für einen WG-Einsteiger wie mich ist es eine luxuriöse, erste WG-Erfahrung gewesen.

Da jeder sein eigenes Revier gehabt hat, hat man kaum voneinander wirklich etwas gehört. Bei Bedarf haben wir uns aber alle ausnahmenlos recht gut verstanden und aufeinander gut abgestimmt. Die kommunikative Verständigung hinsichtlich der regelmäßigen Haushaltspflichten (Müllentsorgung, Boden fegen, Staubsaugen) und der Einteilung der wechselhaften Schichten ist reibungslos mit Verständnis verlaufen. Auch hier mein Glück, von freundlichen, hilfreichen und gutmütigen Mitbewohnern benachbart gewesen zu sein, die wie ich Hygiene und Ordnung ernst nehmen. Meine primären Sorgen haben sich insoweit gar nicht bestätigt und meine Situation und das Umfeld sind gute Gründe für mein sofortiges Wohlbefinden und Einleben bereits ab dem zweiten Tag meines Englandaufenthalts gewesen, ohne dabei je jegliches Heimweh empfunden zu haben.

Natürlich ist jedes fantastische, unvergessliche Abenteuer kein Abenteuer, das unvergesslich ist, ohne zumindest einige Nervenkitzel durchlaufen zu haben. Zwischen dem Vermieter und mir (bzw. uns) hat auch mal eine sachte Eskalation gedroht. Ein Chinese, Mitte 40, kurz beinig, mit analytischen Scanner-Augen und beobachtenden Blicken hie und da, aber durchschnittlich ganz nett und in Notfällen auch mal hilfsbereit, jedoch mit großer Leidenschaft ein vorbildlicher Geizhals mit einem Super-Extrem-Kostensparprogramm, wenn es um die rigorose Rettung jeden einzelnen Cents geht. Manchmal haben wir unter Mitbewohnern spekuliert, ob er nicht gar über versteckte Minikameras verfügt und einen Kosten-Warn-O-Meter auf seinem Nachtisch installiert hat. Denn im kalten Hochwinter musste das Thermostat mal hin- und wieder etwas aufdreht werden oder persönliche Gäste sind für ein paar Nächte willkommen geheißen worden. Jedes Mal hat er davon Bescheid gewusst und wir haben unseren Landlord in den Turnschuhen Hussein Bolts zum WG-Haus zurasen gesehen, weil in beiden Situationen erhöhter Wasser- und Stromverbrauch mehr als laut ihm notwendig gewesen sei. Gegen Entschlossenheit hat er nicht viel ausrichten können, jedoch ist er ein Improvisator, der sich mit allen erdenklichen Argumentationen bemüht. Nur zur Info: Kein Vermieter hat je das Recht, einem zu diktieren, wie er/sie zu leben hat. Schließlich zahlt man für die Unterkunft. In solchen Fällen habe ich mir das Backup meines CEO gesichert, der mir jedes Mal mit vollem Verständnis, Rat und Tat beiseite gestanden hat – mein Ass im Ärmel. Mit seiner Involvierung habe ich den Wang durch Huang immer mattgesetzt (König mit Kaiser).

Auch ist alles traumhaft gelaufen, als der CEO auf meine Bitte um eine neue Matratze für mein Doppelbett den Vermieter überzeugt hat, zumal die alte Matratze im erweichten und unhygienischen Zustand gewesen ist. Ohne Versuche zur Argumentation hat sich Wang dem Huang gebeugt und ist dem Wunsch schnell nachgegangen. Er mag zwar in seiner grimmigen Miene geflucht haben, aber am nächsten Tag ist die Matratze angekommen – hochqualitativer Service. Ich rate daher, nach allen potenziellen Verbündeten Ausschau zu halten. Man holt man sich Kangalische Hirtenhunde zur Seite, sollte der häckselnde Wolf das eingewanderte, neue Schäfchen als jung und frisch, unerfahren und leicht umzustimmen betrachten, andererseits auch, weil einem die Rechtmäßigkeiten hierzulande noch fremd sind.

Der CEO hat sich in jeglicher Hinsicht immer als mein glücklichster Fang erwiesen. Aus seiner bemerkenswerten Großzügigkeit heraus hat er zu meiner Erleichterung mit Kostenauseinandersetzungen den ‚Deposit‘ (Anzahlung) für mich entrichtet. Der Deposit beträgt in England etwa 500 £, die bei abgeschlossenem Mietvertrag als Pfandbetrag für anfallende Kosten durch mögliche, zukünftige Sachschäden bereits im Vorfeld eingefordert wird. Somit dient es der Sicherheit von Vermietern, wird als Rücklage bis zum letzten Tag der Wohnverhältnisses verwahrt und dem Mieter rückerstattet, sofern es keine triftigen Anlässe für Abzüge gibt.

Eine Unterkunft im Heathcote Bezirk ist einfach ideal, da es zwischen zwei Städten und primär im UK zentral gelegen ist, von der aus man alle umliegenden, bedeutungsvollen, renommierten Attraktionen erreicht (s. 06.). Hier zeitnah eine Unterkunft zu finden, kann aufgrund hoher Nachfragen schwierig sein. In meinem Fall hatte der Vormieter meines Zimmers die Vertragslaufzeit bis zwei Monate nach meinem Praktikumsende in März, also bis Mai. Im Gegenzug zu seinem sofortigen Auszug hat mein CEO seine Mietkosten der beiden Monate übernommen. Das ist erst der Anfang. Mein Arbeitsgeber, so dankbar ich für sein zuvorkommendes und generöses Verhalten bin, hat mich auf Unternehmenskosten mit Gegenständen (XXL-Decke mit Bettwäsche, Bettbezug, Besteck-Tassen-/Topf-Set, usw.) versorgt. Im Laufe der Zeit sind Weitere gefolgt wie Wäscheständer, Bügeleisen, Bügeldecke, Tischlampe, elektrische Heizung für den harten Winter. Das Angebot eines LED-Fernsehers für meine abendliche Freizeit habe ich mit wertschätzender Geste abgelehnt. Fast wie im Traum, wenn der wohlwollende Chef zum Einleben des Mitarbeiters diverse Gegenstände beschafft und zur Seite steht, wenn es bspw. um Wang geht. Zuletzt hat es nicht beim neuesten iPhone als Arbeitstelefon geendet.

05. Standort, Transport und Infrastruktur

Wie bereits erwähnt, habe ich in Heathcote, einem kleinen Wohnbezirk direkt im Zentrum der Grafschaft Warwickshire und zwischen Leamington Spa und der mittelalterlichen Altstadt Warwick mit einer Entfernung von achtminütiger Busfahrt in beide Richtungen, gewohnt.

Leamington Spa ist eine blühende Kleinstadt mit zahlreichen, beige-weißen Gebäuden georgianischer und viktorianischer Architekturskunst, die der Stadt ein modernes Aussehen verleihen. Verglichen zu anderen Städten gleicher Größen bietet es vielfältigere Einkaufsmöglichkeiten und ist oftmals ein beliebter Ort für Einkäufe. Leamington Spa beheimatet überdies viele Studenten und Angestellte der University of Warwick in Coventry, die von hier aus etwa 15 km weiter nördlich nach Coventry oder Birmingham pendeln. Ergo herrscht hier ein starkes Nachtleben mit einer großen Anzahl an Restaurants, Bars und englischen Pubs mit diversen Angeboten von günstig bis extravagant. Ein idealer Ort für internationale Studenten.

Mein Wohnungsviertel ist außerdem sehr bekannt für seine Straßen, die nach einzelnen Persönlichkeiten aus Shakespeares Werken benannt sind, da der Lebensort Shakespeares nicht allzu weit entfernt liegt. Man fühlt sich fürstlich. Ich habe an der Sir Toby Belch Drive gleich neben Juliet Drive und der Othello Avenue, ganz im Zentrum der Siedlung domiziliert. Shakespeare-Fans sind hier ganz richtig.

Im Zentrum des Bezirks befindet sich auch das einzige Supermarktgeschäft der Coop-Kette nebst einer Apotheke, dem Friseursalon, Postoffice, internationalen ATM und zwei Fastfood-Geschäften (indisch und chinesisch) – alles was man braucht. Große Wochenendeinkäufe werden in einem der beiden Städte realisiert, meistens in Leamington Spa, weil es zum Bummeln nur so anreizt.

Wer in England ist, merkt sofort, dass die Deutschen ihren Fuß hier standhaft aufgesetzt haben. Schließlich sind deutsche Lebensmittelketten wie ALDI oder LIDL an allen Ecken kaum zu übersehen. Oder die DHL. Ihre Präsenz hat mir rapide ein heimischeres, geborgenes Gefühl geben, als ich sie bei meiner Ankunft gesehen habe. Deutsche Lebensmittelgeschäfte sind unter den Briten aufgrund ihrer besseren Preis-Leistungsverhältnisse sehr beliebt und gehen deshalb der britischen Konkurrenz wie Morrisons oder Sainsbury’s soweit auf die Nieren, dass diesen einheimischen Ketten sogar die Marktverdrängung droht. Auch mein CEO schwärmt nur so davon, dass ALDI-Produkte doch so günstig und dennoch qualitativ seien.

TIPP: Die Preisunterschiede sind gewaltig. Ich habe einmal und dann nie wieder den Einkauf bei Morrisons gewagt. Für mein Wochenendeinkauf habe ich mehr als das Doppelte der Summe bei ALDI bezahlt. Zur Besichtigung kann man aber gerne einmal hineinspazieren und vielleicht sogar englische Kaugummis kaufen.

Vergleichbar ist das Verkehrssystem mit dem unseren. Für den Anblick der Verkehrslinien und Busfahrtzeiten im Warwickshire gibt es die Stagecoach App mit dem Zusatz, Busse im Live-Takt verfolgen zu können. Allerdings habe ich jeden Morgen mit Nervenzusammenbrüchen kämpfen müssen – da abgesehen von der heiklen, holprigen Alltagsbusfahrt, die festgelegten Fahrtzeiten der Fahrpläne an Haltestellen, auf der Webseite und der App mit Direktübertragung im unstimmigen, großen Missklang zueinanderstehen. Eine unfassbare Divergenz durch verstreute Zeitangaben und Einfahrtsintervalle, wenn für den nächsten, einen Bus 5, 20 und 30 Minuten angegeben werden. Zu Beginn habe ich den Bus verpasst, bis ich die zuverlässigere Quelle gefunden habe: Natürlich die Live-Anzeigenapp. Die Strecke zur Arbeit nimmt etwa 8 Minuten in Anspruch, zu Fuß eine halbe Stunde. Verpasst man den Bus, fährt der Nächste in etwa 40 Minuten ein. Gerade im Winter warten die Leute 15 Minuten eher an der Haltestelle, da der Bus manchmal zu früh abfährt. Da standen wir dann alle mit eingefrorenen, steifen Beinen in dünnen Anzugshosen während der englischen Wintertage, so dass sich der körperheizende Fußweg am herrlichen, wolkenlosen Sonnenaufgang für mich doch mehr rentiert hat.

06. TOP-Reiseempfehlungen

Warwickshire gehört noch zum Bezirk West Midlands und ist damit nicht nur in geographischer Hinsicht sehr zentral gelegen, sondern idealerweise noch von sehr bedeutungsvollen Orten wie Jahrtausendburgen, Shakespeares Wohnstätten, historisch relevanten Industriestädten oder sehr vielen Museen wie das British Motor Museum umkreist. Mit dem gewaltigen Vorteil der kongruenten Bereisbarkeit habe ich das Optimum an Reisemöglichkeiten über direkte Kurzstreckenausflüge (oft mittels der Busse) völlig ausgeschöpft und genossen. Eine Fahrt nach London mit dem Bus, der Bahn oder dem Auto beträgt etwa gute zwei Stunden.

  • Warwick Castle: Eine bereits 1000 Jahre alte, mittelalterliche Festung auf einem Felsen mit hohem Besichtigungswert für Touristen und gerade auch ein Ort für Prominentenbesuche. Historische Ereignisse werden über 3D-Filmsimulationen, Touren, Events und Schauplätzen vermittelt. Warwick gehört zu einem der schönsten Altstädte mit mittelalterlichen Bauten, die ein außergewöhnlich vollständiges Bild des mittelalterlichen Lebens anbieten. 
  • Stratford-on-Avon: Die Geburts- und Wohnstätte Shakespeares und sehr nah an Warwick. Gilt als einer der definitiv zu besichtigenden Orte Englands. Dort findet ihr neben den zwei Häusern Shakespeares ebenfalls die seiner Familienangehörigen und auch seine ehemalige Schule im wohlbehaltenen Zustand, die für kleine Gebühren natürlich betreten werden dürfen.
  • Oxford: Die Stadt der angesagten Universitäten, alten Baustrukturen, vielen Souvenirshops und Drehort von Harry Potter. Wer möchte denn nicht einmal seinen Fuß in die Stadt gesetzt haben. Ich hab’s zweimal getan. Jeder Harry Potter Fan sollte unbedingt das Christ Church Cathedral besuchen. Im riesigen Komplex gibt es großartige Reiseführungen, u. A. zum Dining Hall zu bestimmten Eröffnungszeiten. Für internationale Studenten gibt es außerdem die Preisvergünstigung zum Ticket über einen Studiennachweis. 
  • Kenilworth Castle: Eine riesige Burgruine, die die Ereignisse des letzten Jahrtausends miterlebt hat. Sie ist aus dem örtlichen Buntsandstein errichtet worden und bietet heute noch das klassische, mittelalterliche Flair an. Doch wer hier ist glaubt, am Harrenhal aus Game of Thrones gelandet zu sein. Über verliehene Headsets hat man an jeweiligen Tour-Abschnitten eine digitale Personenführung mit multilinguistischer Audiostreaming-Funktion.
  • Coventry: Eine vernachlässigte, alte Industriestadt, die einst in der britischen Automobilindustrie und Motorenproduktion die wichtigste Rolle gespielt hat.  Nach den schweren Luftangriffen der deutschen Luftwaffe 1940 sind 70% aller Werke und Anlagen vernichtet worden. Übrige Unternehmen sind dann ins Umland auslagert, das Coventry seither nicht überlebt hat. Heute gehört sie zu den touristischen Zielen. Hier erhält man einen tiefen Einblick in die Industrie und Evolution aller erdenklichen Fahrzeug- und Transportmittel beginnend mit dem Ursprung der Fahrradinvention. Sie ist immer noch der Knotenpunkt des britischen Autobahnnetzes. Zudem ist Coventry die 11. größte und nach London die am schnellsten wachsende Stadt, in der die hochrangige University of Warwick und Coventry University jeweils 25.000 Studenten beheimaten. Coventry ist schließlich günstig und einer meiner präferierten Städte des Vereinigten Königreichs.
  • Milton Keynes: Im Bletchley Park befindet sich die berüchtigte Enigma-Maschine, die durch ihren Bau und Einsatz eine ausschlaggebende Rolle im Wendepunkt des zweiten Weltkrieges zu Gunsten der westlichen Alliierten eingenommen hat, da damit verschlüsselte deutsche Funksprüche entziffert und schwere Luftangriffsziele ermittelt worden sind. Ihre Erfindung ist somit Symbol der Kehrtwende des WWII. Wer nach Weltkriegshistorie trachtet, ist hier also komplett richtig. Spannende Einblicke liefert das Enigma Museum.
  • Nottingham: Die Heimat der Legende um Robin Hood und die Stadt des Höhlensystems, die während des WWII Luftschutzkeller eingesetzt worden ist – heute eine tolle Touristenattraktion. Hier erlebt man die Vergangenheit hautnah dank Nachsimulationen. Viele mittelalterliche Häuser, der älteste Pub und eine Festung beschmücken zudem diese Stadt. Sie beherbergt auch das Walloton Hall, das naturhistorische Museum für zoologische, geologische und botanische Sammlungen aus aller Welt für Queen Elisabeth I, dass u. A. auch im Batman-Film The Dark Knight Rises als Wayne Manor fungiert hat. Im Übrigen stammt der Name Gotham City von hier.
  • Birmingham: Die unter Einwohnern als Brum bezeichnete und zweitgrößte Stadt des Königreichs, zugleich Zentrum der Metropolitan County der West Midlands bietet tatsächlich die besten Einkaufsmöglichkeiten an. Ähnlich wie Coventry prägen alte, industrielle Produktionsstätte das Erscheinungsbild dieser Stadt. Der Stadtname ist einst gleichbedeutend mit Qualität gewesen. Der Hauptbahnhof New Street ist noch der größte Eisenbahnknotenpunkt. 
  • Stonehenge liegt zwei Autofahrtstunden von London entfernt – Besichtigen!

07. Bewerbungsprozedere: Tipps, Hinweise und Einblicke

Der hohe Prozessaufwand der Bewerbung ist hierzu unumgänglich gewesen, da insbesondere wichtige Qualifikationen und zu erfüllende Voraussetzungen nachzuweisen gewesen sind, wie der unabdingbare Erhalt eines Erasmus+ Stipendiums, um das Projektstudium im Ausland ausüben zu können. Deshalb werde ich auf das Bewerbungsverfahren mit Tipps und Hinweisen eingehen.

Grundlage einer jeden erfolgreichen Bewerbung und eines jeden Anfangs der fantastischen und unvergesslichen Zeit im Ausland bildet die profunde Recherche, Planung und sorgfältige Vorbereitung, bevor vom Abheben zum Wunschziel die Rede sein kann. Es ist wichtig, sich mit dem Thema ausführlich zu beschäftigen, wenn man das seriöse Vorhaben verinnerlicht hat. Es erleichtert die einzelnen Schritte, die ich im Weiteren nach eigenen Erfahrungen näher dargelegt habe. Zeit spielt hierbei eine enorme Rolle und ist pures Gold wert. Je früher ihr also mit dem Prozedere beginnt, desto reibungsloser und stressfreier gestaltet sich der gesamte Ablauf der Organisation und umso wahrscheinlicher ist der Übergang zu einem einzigartigen, unvergesslich wunderbaren Abenteuererlebnis.

Vorausgesetztes Arbeitsverhalten ist die systematische und sukzessiv strukturierte Vorgehensweise. Beginnt die Bewerbungsphase frühestmöglich. Umso besser steht man vor der Prüfungsphase. Teilt die Schritte so ein, dass Ihr allerspätestens einen Monat vor geplantem Reiseantritt das Erasmus-Stipendium (sofern die Selbstfinanzierung ausgeschlossen ist) angeht, aber schon vor Beginn der Bewerbung um das Stipendium eine vorläufige Zusage des ausländischen Unternehmens in der Tasche habt. Dieser wird als erster Nachweis vor der Stipendienvergabe erfordert. Am besten erstellt Ihr einen Ablaufplan samt aller Zeitintervalle und mit Überschriften versehenen, nach chronologischer Abfolge einzelner Phasen aufgelisteten Themen. Dann habt ihr den roten Faden, den Überblick über alles, kein Überstress und seid so auf der sichersten Seite.

Obwohl ich selbst den gesamten Bewerbungsprozess einschließlich Stellen- und Stipendienzusage mit der Reisevorbereitung innerhalb eines einzigen Monats abgeschlossen habe, rate ich dringend, einen Auslandsaufenthalt nur anzugehen, wenn Ihr auch wirklich reichlich Zeit eingeplant habt. Ich habe 24/7 durchgehend daran gesessen, denn ein großer Fleiß bedingt ein rasches Voranschreiten der Arbeit und mit großem Glück und Unterstützung ist es mir noch gerade gelungen. Solcher Falleintritt ist natürlich unwahrscheinlich und niedrigen Erfolgsaussichten ausgesetzt. Aufgrund dieser persönlichen Erfahrung mein Appell: Unterschätzt keinesfalls den benötigten Zeitaufwand.

Das Projektstudiensemester ist eine großartige, einmalige Gelegenheit zur Weltbereisung, Erkundung fremder Kulturen und Entfaltung der Persönlichkeit durch signifikante Schlüsselerlebnisse und Perspektivenerweiterungen. Nutzt daher diese wunderbare Chance und geht derlei Bestrebungen wie weiterhin erläutert an.

Ihr solltet gerade auch deshalb genügend Zeit mitbringen, um ebenfalls die zeitkonsumierenden Unterlagen für die Praktikumsstelle und das International Office (IO) durchzugehen. Auszufüllende Formulare für das Erasmus+ Stipendium (s. u. Grant Agreement, Learning Agreement) habe ich vom IO erhalten und noch vier einseitige Projektstudienunterlagen vom BSP Career Center (CC). Letztere sind im Trainex-Archiv ebenfalls zu finden.

Über einzelne Prozessschritte bin ich von beiden Seiten unterrichtet und angeleitet worden. Hier ein kurzer Einblick, um Euch im Vorfeld schon mal das Gefühl zugeben, was einem so bevorsteht und welcher Grad an Ehrgeiz erfordert wird, mit meiner Absicht, entmutigende Fragen, Sorgen und Motivationsbarrieren zu reduzieren und Euch sogar dazu anzuspornen, zumal das Ganze auf einen erstmals sehr groß, umständlich und unwahrscheinlich wirken kann. Meine Erfahrungen:

08. First of All

„The First Step“ beginnt mit der Suche nach einer Praktikumsstelle im Ausland. Hierzu kann man auf diversen Jobplattformen beginnen, auf LinkedIn ein professionelles sowie aussagekräftiges Profil anlegen (auf Englisch) und den Profilstatus auf #OPENTOWORK für regelmäßige Anfragen von Rekrutern setzen. Es lohnt sich, über aufgegebene Facebook-Anzeigen das internationale Netzwerk zu befragen. Ich rate, die Fühler frühzeitig ganz weit auszustrecken.
Eine Alternative ist eine Vermittlungsagentur. Meine Praktikumsstelle habe ich über die ISPO, einer Agentur für internationale Rekrutierung mit kostenlosem Service für Studenten, gefunden. Diese Agentur gibt es allerdings nicht mehr. Das Vorgespräch mit der ISPO und das darauffolgende, einstündige Interview mit meinem Arbeitgeber ist halb so wild, stattdessen sehr entspannt verlaufen.

Zunächst ist das Gespräch mühsam gewesen, da es eine Weile gedauert hat, bis ich mich an die Sprachumstellung gewöhnt habe, gerade an das fließende Sprechen der englischen Sprache. Doch frühzeitige Gesprächsübungen, einige Spickzettel zur Not sowie ein Glas frisches Wasser für das lange Interview haben mir zur Zusage am nächsten Tag verholfen. In voller Rücksicht hat der CEO ein verständliches Sprachniveau gewählt, als wir einige Thematiken umrissen und vertieft haben. Im Gespräch sind erstmals Qualifikationen, Erfahrungen und die geplanten Tätigkeiten debattiert worden. Danach haben wir auch schon über einige persönliche Hobbies und Interessen geredet, in der sich gemeinsame Vorlieben für Technik gefunden haben. Neben weiteren positiven Eindrücken hat der CEO ein vielversprechendes Unternehmensbild hinterlegt. Mal ist miteinander gelacht und gelobt worden. Der CEO war mir sehr sympathisch und aufgeschlossen aufgefallen.

Ortswahl: Bei der Ortswahl konkretisiert Ihr die Suche. Idealerweise trachtet Ihr ebenfalls nach einem Praxisunternehmen innerhalb der EU. Dadurch bleiben Euch weitere, ausstehende Maßnahmen und mühseliges Organisieren erspart, weil

  • gerade ein Antrag auf Visum wegfällt und gleichzeitig mehr wertvolle Zeit für wesentlichere Aspekte im Bewerbungsprozess zur Verfügung steht.
  • es für EU-Roaming-Flatrates vorteilhafte Tarife bzw. Tarifupgrades für die Nutzung der inländischen SIM-Karte im europäischen Raum ohne anfallende Zusatzkosten gibt. Bevorzugt Ihr einen ausländischen Tarif, könnt Ihr mit Verzögerung bis zur Nutzung rechnen, da Ihr viele Anbieter und Angebote zuerst durchforsten müsstet. Die Prioritätensetzung kann je nach Individuum variieren. Für mich ist es wichtig gewesen, gleich zu Beginn und zu jeder Zeit im Internet günstig surfen und abends mit Familie und Freunden über Video-Anrufe telefonieren zu können, da man die Freizeit der ersten Tage zunächst sehr alleine verbringt und ein Kartenwechsel mit aufwändiger Recherche und dem Transfer von Kontaktdaten einhergeht. Spart Zeit, wo es geht.
  • Angebote hinsichtlich der Reisemöglichkeiten günstiger und flexibler sind. Weitere Einzelheiten hierzu sind unter 12. näher aufgeführt.

09. Erasmus-Stipendium und Finanzierung

Für den Aufenthalt von 4 Monaten und 18 Tagen hat mein Arbeitgeber ein Erasmus-Funding vorausgesetzt. Somit hat die Verwirklichung meines Vorhabens vom einseitigen Motivationsschreiben entscheidend abgehängt. Deshalb haben in das Schreiben die ganze Leidenschaft, Dynamik, Neugierde, das Ziel und kulturelle Interesse gehört, die ich habe mitbringen können. Hier rate ich, die rund vier Textabschnitte dreifach und nochmals sechsfach auf die syntaktische Verwendung, Semantik und den Erzählfluss zu überprüfen. Doppelt und dreifach sicher sein ist immer gesund. Zum Schluss holt Ihr Euch lieber noch einige Feedbacks ein. Das macht schon etwas aus. So könnt Ihr Euch nicht nur verschiedene Meinungen einholen, sondern ggf. auf die Wirkung und Überzeugungskraft des Schreibens prüfen. Manchmal übersieht man einige, minimale, indessen entscheidende Makel trotz des mehrfachen Überfliegens. Dafür wird es ein anderer für Euch sehen!

Mein Stipendium von etwa 2700 Euro ist in zwei Raten ausgezahlt worden. Die erste Rate hat 70% des Gesamtstipendiums umfasst und ist mir nach Unterzeichnung des „Grant Agreements“ und „Learning Agreements“ noch vor Antritt des Praktikums ausgezahlt worden. Die restlichen 30% habe ich erst nach Beendigung des Praktikums und vollständigem Eingang sowie Überprüfung aller Abschlussunterlagen erhalten. Sprich: Ihr müsst mit den 70% zurechtkommen.

Das Stipendium hat die gesamten Lebensunterhaltungskosten mit der ersten Rate vollkommen gedeckt. Macht Euch hier also keine Sorgen. Die Stipendienhöhe umfasst einen Geldbetrag, der die Kosten- und Lebensverhältnisse des jeweiligen Wunschlandes berücksichtigt. Mir ist die höchste Betragsstufe gewährt geworden, da in England sehr hohe Preise herrschen. TIPP: Teilt den Betrag auf die Monate, Wochen und einzelnen Tage konkret und stringent auf und haltet die Festlegung der nicht zu überschreitenden Ausgabenhöhe strikt ein. Es hilft großartig. So habe ich mein Survival bis zum letzten Praktikumstag geschafft und immer noch 81,70 £ im Portemonnaie gehabt! Für den Fall der Fälle habe ich mir noch eine kleine Rücklage durch Ersparnisse und finanzielle Unterstützung der Familie gesichert.

10. Bevorstehender Paperwork mit IO

Mit dem IO habt ihr einen großen Bonus. Es vermittelt zwischen Bewerber und Erasmus-Organisation und unterstützt Euch während der Prozedere. Überblick:

Das Grant Agreement (GA) ist ein Vertrag zwischen Euch und der BSP, die die rechtliche Grundlage des Stipendien-Verhältnisses bildet und Informationen zur Stipendienauszahlung (z.B. Höhe und Kontoverbindung) enthält. Zumal hier das Inkrafttreten der Förderung festgehalten wird, sollte man es am besten ganz sorgfältig durchlesen, bevor es ausgefüllt und unterzeichnet im IO eingereicht wird. Die GA schnell abzuarbeiten ist essenziell, da der Vertragsabschluss zur Erasmus-Stipendienbeziehung als Nachweis vom Arbeitgeber eingefordert wird, bevor dieser die endgültige Stellenzusage geben wird.

Der Anhang I – Learning Agreement for Training (LA) ist der Vertrag, den Euer Praxisunternehmen (bzw. Vermittlungsagentur) ausfüllt – und es außerdem während und gegen Ende des Praktikums nochmals ergänzt. Hier sind Angaben zum Aufgabenfeld, aber auch zum Versicherungsschutz gefragt. Das LA besteht aus drei Abschnitten: ‚Before, During und After the Mobility‘. Zunächst ist nur der Abschnitt ‚Before the Mobility‘ von Nöten. ‚During the Mobility‘ wird lediglich nur bei späteren Änderungen ausgefüllt und ‚After the Mobility‘ kann durch ein späteres ausführliches Arbeitszeugnis ersetzt werden. Da das LA der Sicherung von Qualitätsstandards von Praktika in den europäischen Praxisunternehmen dient, sollten die Aufgabenfelder möglichst konkret aufgeführt werden. Das LA muss beim IO eingereicht werden, bevor die Zahlung des Stipendiums veranlasst wird. Unter allen Unterlagen haben das LA und das GA den allerhöchsten Stellenwert!

Es klingt simpler als womöglich befürchtet. Da ich unter Zeitknappheit und Druck gestanden habe, hat es für mich oft ausgezahlt, mit den angefertigten Unterlagen für die letzte Einsicht, Unterschrift und zügigeren Abschluss mit Termin zum IO zu gehen. In prekären Situationen empfehle ich, ein Treffen zu vereinbaren.

Betrachtet das LA auch als ein Dokument für zukünftige Referenzen. Wie ich wollt Ihr am besten die Tätigkeiten in ‚After the Mobility‘ ausführlich abtippen. Hierfür habe ich regelmäßig ein Tagebuch geführt und nebst täglichen Beschäftigungen alle meine Errungenschaften, Lerninhalte und neuen Skills ohne Zögern nach jedem Feierabend penibel notiert. Tut Euch von vornherein den Gefallen und führt ein Tagebuch!!! Eure Notizen werden Euch später eine großartige Unterstützung beim Abtippen des Projektstudienberichts sein, nicht zu vergessen auch für den später einzureichenden Projektstudienplan (Zusammenfassung der Tätigkeiten) mit Einreichungsfrist vier Wochen nach Beginn des Praktikums. So vergisst man nichts und ich habe mir dadurch unglaublich viel Zeit gespart, die ich hinterher für die Thesis und Prüfungen des darauffolgenden Studiensemesters aufgewendet habe.

Weitere Anhänge sind einseitige Dokumente und Broschüren mit allen notwendigen Informationen zum sorgfältigen Durchlesen gewesen:

1. Anhang II – Allgemeine Bedingungen der Erasmus-Förderung,
2. Anhang III – die Erasmus Studierenden Charter,
3. [ENDE] Anhang IV – Letter of Confirmation of Host Institution (vom Betreuer unterzeichnet und als Nachweis beim bei Rückkehr IO eingereicht)

Außerdem habe ich noch den OLS-Sprachtest durchführen müssen. Erst nachdem diesem Schritt ist die erste Förderrate, nach dem Praktikum und dem folgenden zweiten Sprachtest die zweite Rate ausgezahlt worden. Zuletzt also:

4. Erster OLS-Sprachtest – Einreichung der Ergebnisse vor Beginn und [ENDE] Zweiter OLS-Sprachtest nach Rückkehr mit Einreichung der Ergebnisse für den Erhalt der letzten Stipendienrate.

TIPP: Wichtig ist die Aufrechterhaltung der Kommunikation mit allen Parteien, die man über die weiteren Verfahrensschritte stets im Laufenden halten sollte. Denn bei Bedarf kann ein effektives Handeln und eine hohe Kooperationsbereitschaft seitens aller Parteien miteinander erforderlich sein, gerade, wenn man einer verzwickten Angelegenheit von Anforderungen und Bedingungen ausgesetzt ist.
Beispiel: Mein Arbeitgeber hat zur Vertragszusendung eine Bestätigung zum Erasmus-Funding (Einreichung des ausgefülltes GA) vorausgesetzt, ohne diese er die sichere Zusage nicht geben wollte, während das IO hingegen für den Antrag um die Erasmus-Finanzierung zuerst eine Praktikumszusage mitsamt der aufgelisteten Dokumenten verlangt hat. Wir sind also im Kreis gelaufen. Der einzige Ausweg aus dieser kniffligen Situation ist die Verständigung beider Seiten miteinander gewesen, die im Einlenken und verständnisvollen Entgegenkommen des Arbeitsgebers resultiert hat. Die IO und die ehemalige ISPO haben mir hierbei sehr geholfen.

11. Bevorstehender Paperwork mi Prüfungsamt

Zeitgleich habe ich folgende Anlagen an das Prüfungsamt eingereicht. Ein kurzer Querschnitt über die erforderlichen Dokumente, die man vom BSP CC bekommt:

1. Attachment 1a – Framework (Rahmenvereinbarung mit dem Unternehmen über ordnungsgemäße Durchführung des Praktikums. Es geht nur darum, dass der Ansprechpartner auch für die Hochschule zur Verfügung steht – für den Fall der Fälle. Und dann der Versicherungsschutz, der sich nach bestehenden gesetzlichen Regelungen richtet. Mehr nicht.)

2. Attachment 1b – Internship Agreement (Projektstudienvertrag zwischen der BSP und dem Unternehmen bzw. der Arbeitsvertrag)

3. Attachment 1c – Information about the institution (Angaben über das Unternehmen und die ausführliche Beschreibung der Aufgabenfelder – ähnlich wie beim LA, nur kürzer. Dieses Dokument ist für die Hochschule!

4. [ENDE] Attachment 1d – Certificate of successful completion of the internship (Bescheinigung über die erfolgreiche Absolvierung des berufspraktischen Studiensemesters nach Praktikumsende)

5. [ENDE] Attachment Feedback (Projektstudienende) an die BSP

Insgesamt sind es also vier notwendige Formulare (1 für Erasmus: LA, 3 für die BSP: 1a, 1b, 1c) gewesen, die das Unternehmen hat unterzeichnen müssen.

12. Letzter Schritt: Reiseplan, Flugbuchung, Versicherung & Co.

Skyscanner ist die ideale Flugsuchmaschine. Für die Anreise gibt es zwei Wege: Nach Birmingham International (BHX), von der aus ein Shuttle zum Airport-Bahnhof für den Zug zum Hauptbahnhof Birmingham New Street führt, dort den Zug über Moor Street nach Leamington Spa, oder eine 20-minütige Taxifahrt nehmen. Günstiger ist die Alternative vom Heathrow (LHR) in London zum Stadtinneren, von Marylebone über Chiltern Railways oder CrossCountry nach Leamington Spa.

Über die Trainline UK App findet Ihr hierzu günstigste und flexibelste Angebote mit Informationen und Fahrplänen für alle über 30 privatisierten Bahngesellschaften.

Da noch die Bemühung um eine Kranken- und Haftpflichtversicherung ansteht, rate ich Euch die DAAD unter die Lupe zu nehmen. All-Inkl., günstig, ausreichend.

Eine Veränderung des Mobiltelefontarifes auf einen Allnet-Flat (Anruf, SMS, 10 GB mobiles LTE Internet) mit EU-Roaming (Gesamter EU-Raum) ist unumgänglich.

Vor der Abreise habe ich britisches Pfund von der Bank abgehoben und mich nach kostenlosen Geldabhebungen im Ausland erkundet. Empfehlenswert ist die DKA für gebührenfreies Geldabheben in fast allen fremden Bankgeschäften. Mit einer deutschen Bankkarte kann man auch an vielen Geldautomaten problemlos Geld abheben; die hiesigen Banken verlangen jedoch eine Verarbeitungsgebühr, für den Währungsumtausch. Für meine Onlineversandeinkäufe auf Händlerseiten wie Amazon.co.uk habe ich mir ein gebührenfreies Sparkonto bei der größten Bausparkasse Nationwide Building Society eingerichtet. Bankgesellschaften wie HSBC, Lloyds Bank oder Barclays Bank sind aufgrund der Gebührenpflicht, strikter Regelungen zu Nachweisen und beschränkter Nutzungsvielfalt nicht zu raten.

TIPP: Im Winter kann es in England durch ungewöhnliche Windstärken äußerst kalt werden. Standortunabhängig ist eine zusätzliche Decke für den Hochwinter ratsam.

Während der Gepäckorganisation kann man durch Platzmangel schnell ins Zimpern geraten, wenn einem ein langer Aufenthalt bevorsteht. Ich habe den geräumigsten und indes leichtesten Koffer für die bestmögliche Aufnahme des umfassenden Gepäcks gekauft. Sachen von geringerer Dringlichkeit habe ich über den internationalen Paketlieferungsdienst von Hermes an die ausländische Wohnadresse zwei Tage vor meiner endgültigen Abreise für eine deckungsgleiche Ankunft abgesendet.

TIPP: Primäres Mitbringsel in den Koffer. Sekundäres Überbleibsel in den Karton. Diesen mit starkem Klebeband wasserdicht verkleben. DHL kalkuliert Preise nach Gewicht, Hermes nach Größe. Hermes lohnt sich mehr.

SO! Das ist alles zum Prozedere gewesen. Der Aufwand wirkt zu Beginn immer gigantisch, unübersichtlich und zum Einschüchtern überfordernd, aber ich hoffe, die Einblicke haben Euch die Hälfte der Sorgen und Fragen im Vorfeld genommen. Ihr merkt, es ist doch eher harmloser als erwartet und klingt machbar. Vorausgesetzt werden die Motivation, Zeitallokation und ein organisiertes Vorgehen. Erledigt eine Aufgabe nach der anderen, so klappt es immer am besten. Habt Checklisten parat.

14. Regelwerk: Do’s & Don‘ts

Zu guter Letzt noch nennenswerte, normative Gepflogenheiten und Bräuche, die gesellschaftliche Umgangsformen vorschreiben und die Richtschnur für besondere Angelegenheiten, woran das Handeln und Verhalten ausgerichtet werden sollte.

  • Händeschütteln als Begrüßungs- und Verabschiedungsakt ist unter den Briten nicht geläufig und sollte eher vermieden werden, da es nach einigen Tagen der Umsetzung lästig, ermüdend und bedrängend werden kann. Über kommunikative Wege wird dies dezent signalisiert, auch indem sie es als „The German Handshake“ betiteln. Man begrüßt sich lapidar über mündliche Ansprachen. Für Neulinge wie mir habe ich Verständnis und Wertschätzung empfangen, mich dennoch kurze Zeit später angepasst.
  • Never ever Should verwenden. In England gilt es als imperative Befehls-form von ‚Müssen‘. Na, sprich mit dem Ton zu deinem Chef – ist mir mal peinlicherweise passiert, bis mein Chef mich kurz darauf hin aufgeklärt hat. Im Gegensatz zum deutschen Sprachumgang können Ratschläge unter Verwendung der Verben ‚Müssen‘ und ‚Sollen‘ auf einen erzwingenden, patzigen oder diktierenden Ton ausgedeutet werden. Für die Briten ist der Ton hinter dieser Wortwahl daher offensiver, anmaßend und insolent, während Deutsche sich gerne direkter, kürzer und bündiger artikulieren. Den Satz also um zwei Höflichkeitsgrade höher modifizieren: „You may / might want to + Verb + Objekt“ gleicht unserer Variante „Du solltest / müsstest“.
  • Statt festgesetzter Arbeitszeiten gibt es den freien Bestimmungsraum für den Schichtbeginn zwischen 8.00 und 9.00 Uhr. Ich habe täglich um 8.30 Uhr begonnen, weil es mit der Busankunftszeit konveniert hat. Es ist dennoch sehr gang und gäbe, vor dem Arbeitsgeber zu erscheinen, nicht umgekehrt.
  • Cheers. Wer es hört, denkt womöglich an Prost und das Anstoßen von vielen Biergläsern. Hingegen wird es in England weniger in diesem Sinne, aber überwiegend als eine familiäre Danksagung und Verabschiedung verwendet.
  • Fish & Chips ist unter den Briten das beliebte Meal zum Dinner. Womöglich wird es Euch von Eurem Gastgeber als erstes Abendmenü serviert.
  • WICHTIG: Englische Sandwiches muss man gekostet haben. Sie sind die Experten in dem Gebiet. Viele Geschäfte habe eine ganze Abteilung dafür. Als Sandwich-Fanatiker würde man wohl in den Pool hineinspringen wollen. Für das tägliche Lunchtime bei der Arbeit bin ich jeden Morgen vor dem Bus ins Coop-Geschäft geeilt, um mir immer die gleichen 3 Sandwiches (Tuna & Cucumber, Chicken & Sweetcorn, mein Favorit Cheese/Vegan Ploughman’s) zu kaufen. Sie schmecken unglaublich gut und ich vermisse sie bis heute noch. Also: Dringend probieren oder wie ich die ganze Abteilung nach und nach abarbeiten. Im Übrigen werden viele großartige Lunch Meal Deals (Gericht + Snack + Getränk) für nur 3,50 – 5 £ angeboten.
  • Jeden frühen Morgen werden die Lebensmittelgeschäfte mit frischen Produkten beliefert, alle allerdings mit einem sehr kurzen Ablaufdatum von 3 4 Tagen und Discount von 50 70% bereits ab dem zweiten Tag, da die Produkte ungewöhnlich schnell verfallen (Obst, Gemüse, Milchprodukte, Brot). Mein sehr behutsamer und gut koordinierter Umgang mit dem Einkauf und dem Nahrungsmittelverbrauch hat sich wie die Vorgehensweise in einem Zombie-Survival-Film angefühlt. Für die vergünstigten Produkte gibt es sogar eine eigene Ecke im Laden. Die Einweggerichte sind meist noch im guten Zustand und hier bietet sich die Gelegenheit großer Kostenersparnisse an. Den Lunch für die Arbeit habe ich sporadisch zum halben Preis bekommen.
  • Wir haben Nutella. Die Briten haben Marmite. Ein unfeiner, dunkelbrauner Hefe-Extrakt, bei dem ein dünner Brotaufstrich schon für einen sehr kräftigen, pikanten und salzigen Geschmack ausreicht. Ich habe die Kostprobe schwer überlebt. Es ist ein Entweder-Man-Liebt-Es-Oder-Man-Hasst-Es-Produkt und im 1. Weltkrieg erfunden worden, um die Soldaten durch seinen überhöhten Vitaminreichtum kampffähig bei der Stange zu halten. Irgendwann wird euch jemand damit auf die Kostprobe stellen. Tragt es möglichst sehr dünn auf.
  • Mince Pies sind traditionelle, keksartige und mit einer cremigen, roten Soße überzogene Weihnachtsgebäcke, die zum Jahreswechsel in jedem Geschäft in 6- oder 8-Packsform erhältlich sind. Sie schmecken himmlisch lecker!
  • Sit Down Cover Surcharge (Gedeckzuschlag) ist ein Aufpreis zum Sitzen in einigen Restaurants der Großstädte unabhängig von der Bestellung. Fragt im jeweiligen Restaurant nach, bevor Ihr Euch zu einem Tisch begebt.
  • Kostenminimierung bei Geldabhebung: Gebühren können in deutschen Banken nicht rückerstattet werden. Es ist insofern sinnig, gleich eine höhere als die augenblicklich benötigte Summe abzuheben (50 – 100 £ statt 5 – 20 £). Der Überschuss bleibt als Reserve für spätere Einkaufsaktivitäten.
Antonio Zizza

Antonio Zizza

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