Biografie
Prof. Dr. phil. Sünje Lorenzen ist seit Oktober 2022 Professorin für Wirtschaftspsychologie an der BSP Campus Hamburg. In ihrer aktuellen Position ist sie zudem Studiengangsleiterin des Masterstudiengangs Wirtschaftspsychologie.
Im Master Wirtschaftspsychologie und im Master Business Administration initiiert und leitet sie ein studentisches Forschungsprojekt zur Leitfrage:
Wie verändert Künstliche Intelligenz unsere Arbeitswelt?
Gemeinsam mit Studierenden untersucht sie, wie KI Produktivität, Führung, Kreativität und Humanität in Organisationen beeinflusst und gestaltet werden können.
Sünje Lorenzen ist zertifizierte Supervisorin, Coach und Organisationsberaterin (DGSv) sowie psychosoziale Onlineberaterin (DGOB).
Zuvor lehrte und forschte sie als Vertretungsprofessorin an der Hochschule Neubrandenburg in den Fachbereichen „Gesundheit, Pflege, Management“ sowie „Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung“. Zudem war sie Gastlektorin im Bachelor- und Masterstudiengang Psychologie an der Universität Innsbruck.
Als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lektorin war sie in den Studiengängen Wirtschaftspsychologie (Master) und Sozialpsychologie (Bachelor) an der Universität Bremen tätig.
Ihr Lehrkonzept basiert auf dem Prinzip des Forschenden Lernens nach Ludwig Huber. Ihre didaktischen Ansätze veröffentlichte sie unter anderem in:
- „Wie funktioniert ein Betrieb? BWL- und Psychologiestudierende erkunden Bremer Betriebe – Forschendes Lernen in einem interdisziplinären Projekt im Bachelorstudium“ (2013, mit Holger Stützle und Albina Unger)
- „Forschendes Lernen in der VWL – Vorschläge für eine neue Lehr- und Lerndidaktik“ (2025)
Sünje Lorenzen studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg. Ihre Diplomarbeit zur Nationalökonomin Elisabeth Flitner wurde 2018 im Sammelband „Frühe deutsche Nationalökonominnen. Eine Spurensuche“ veröffentlicht.
An der Universität Bremen absolvierte sie ein Masterstudium in Wirtschaftspsychologie und promovierte dort zur Dr. phil. In ihrer Dissertation „Kreativität und Innovationsmanagement. Eine wirtschaftspsychologische Untersuchung am Beispiel der Werbebranche“ (2017) analysierte sie qualitative Interviews und Gruppendiskussionen mit Kreativen und Führungskräften. Auf dieser Grundlage entwickelte sie eine eigenständige wirtschaftspsychologische Theorie der Kreativität. Zentrale Aspekte vertiefte sie im englischsprachigen Beitrag „Creativity, Innovation, and Leadership in Work: Business Psychology Perspectives“ (2024).
Gemeinsam mit Katja Specht veröffentlichte sie die qualitative sozialpsychologische Studie „Produktives Altern. Von der Kunst, wach, lebendig und aktiv zu bleiben“ (2024). Die englische Fassung „Productive Ageing. On the Art of Staying Active and Alive“ erschien bereits 2022. Grundlage beider Publikationen sind qualitative Interviews und Gruppendiskussionen mit älteren Menschen, aus denen eine eigenständige Theorie des produktiven Alterns entwickelt wurde.
Forschungsschwerpunkte
- Kreativität und Innovationsmanagement
- Neue Arbeit, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz
- Qualitative Forschungsmethoden
- Alten- und Pflegeforschung
